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16 Fragen zum Jahresrückblick: Dr. Beate Forsbach


Wieso, weshalb, warum? Wieder geht ein Jahr zu Ende, in dem wir alle viel erlebt haben. Aber nehmen wir aus unseren Erfahrungen und Erlebnissen auch etwas mit?

Passend zum Jahresrückblick 2016 haben wir 16 Fragen zusammengestellt, in denen sich unsere LEBE-LIEBE-LACHE Autoren und ausgesuchten InterviewpartnerInnen mit dem vergangenen Jahr auseinandersetzen. Und vielleicht lassen auch Sie sich zu Ihrem ganz persönlichen Rückblick inspirieren!


Dr. Beate Forsbach
schreibt und publiziert seit über 30 Jahren. Dabei geht es ihr darum, Menschen zu begeistern und zu ermutigen, ihre persönlichen Stärken zu entwickeln und das Beste aus ihrem Leben zu machen.


Beate Forsbach im Café
© www.edition-forsbach.de



1. Gab es während des Jahres 2016  ein erstes Mal in Ihrem Leben? Haben Sie etwas das erste Mal gemacht, waren Sie an einem neuen Ort, …?

Beate Forsbach: Neubeginn und Mee(h)r
© www.edition-forsbach.de
Ja, mehrfach – mein Buch „Neubeginn & Mee(h)r“ handelt davon. Ich habe es zum fünfjährigen Jubiläum meines Verlages geschrieben und entdeckt, dass der Neubeginn, das erste Mal, eine Art Lebensprinzip ist, das bereits uralt ist. Denn ich habe das Wort von Meister Eckhard gefunden, der von 1260 bis 1327 gelebt hat: „Und plötzlich weißt Du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“

Ich habe im Sommer einen Mensch-Hunde-Therapeuten, José Arce aus Mallorca engagiert, weil meine Berner Sennenhündin Senta nicht ins Auto einsteigen wollte. In einem persönlichen Workshop auf Fehmarn haben Senta und ich viel gelernt.

Danach habe ich das erste Mal mit einem Hund alleine eine weite Reise gemacht, bis nach Würzburg, wo wir eine Freundin besuchten. Ich wusste ja gar nicht, ob Senta ein fremdes Haus betreten würde. Aber viel mehr: Sie ging mit uns durch ein Parkhaus, in Restaurants und Cafés, als ob das ganz selbstverständlich wäre. Ich habe gelernt, dass man mit einem Hund jederzeit ganz neu anfangen kann – wenn man selber sein Verhalten ändert, macht es auch der Hund gleich anders.

Ich habe im März 2016 ein Fotoshooting am Strand der Sonneninsel Fehmarn gemacht – hatte vorher keine Ahnung, was mich da erwarten würde. Dabei entstand auch mein Lieblingsbild:

Beate Forsbach
© Ralf Dombrowski
Und im Dezember 2016 habe ich dann ein Fotoshooting am Chiemsee gemacht, wo tolle Bilder entstanden sind, die meine innere und äußere Wandlung zeigen (Fotos: Präsenz-Fotografie Theresia Berger)

Ich habe zum ersten Mal ein Autorenseminar in Berlin und eines in Armentarola, meinem Traumhotel in den Dolomiten, veranstaltet, hatte auch eins in München geplant. Ich habe mich entschieden, nur noch Seminare auf der Sonneninsel Fehmarn, wo ich lebe, zu veranstalten, und an meinem Lieblingsort Armentarola. Denn da, wo ich mich wohl fühle und inspiriert werde, kann ich andere Menschen am besten inspirieren, motivieren und anleiten, ihr Buch zu schreiben.





2. Welche Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Kenntnisse haben Sie sich angeeignet, die Sie vor einem Jahr noch nicht hatten?

Zunächst einmal die Fähigkeit, meinen Hund überallhin mitzunehmen: auf Reisen, zu Freunden nach Hause, in Restaurants, Cafés, Autobahnraststätten, sogar in die Kirche.

Und dann die Fähigkeit und Gewissheit, dass das Leben uns alles bietet, was wir brauchen, und dass wir nur die Zuversicht und das Vertrauen ins Leben haben müssen. Und die Überzeugung, dass die Liebe, die wir geben, stets zu uns zurückkommt.


3. Welche Erlebnisse im Jahr 2016 zählen zu den drei schönsten?

Das erste, was mir einfällt: Als ich zum ersten Male mit meiner Senta am Strand war, nachdem sie gelernt hatte, ins Auto einzusteigen.

Dann das Treffen mit unserem japanischen Autor aus Texas, Dr. Yusuke Yahagi, im Hotel Europäischer Hof in Hamburg.

Ich habe mit dem 90-jährigen Autor Silvio Vogel auf Fehmarn ein Buch gemacht – er wollte schon sterben, hat aber dann den Aufschwung durch das Buch erlebt und schreibt jetzt sein zweites Buch. Er hat sogar gelernt, mit 91 einen Laptop zu bedienen.

Und ein viertes Ereignis fällt mir ein: Ich war zum ersten Mal auf der Frankfurter Buchmesse.


4. Gibt es ein Ereignis, das Ihr Weltbild verändert oder nachhaltig geprägt hat?

Beate Forsbach Portrait
© www.edition-forsbach.de

Der 90. Geburtstag von Louise Hay, meinem großen Vorbild, am 8. Oktober 2016. Sie hat – wie ich – mit 58 ihren Verlag Hay House gegründet, der heute einer der größten Selbsthilfe-Verlage in den USA ist. Und sie hat mit positivem Denken den Weg zu einem erfüllten Leben voller Gesundheit geschafft. Ich habe im Laufe dieses Jahres gemerkt, dass diese Art zu denken mich immer mehr prägt und einen positiven Einfluss auf mein Leben, meine Gesundheit und meinen Lebenserfolg hat. Auch wenn „schreckliche“ Dinge passieren, sei es die Wahl eines „falschen“ Präsidenten in den USA oder ein Terroranschlag, vertraue ich immer darauf, dass unsere Welt all dies überleben wird – oft höre ich dann den Song „What a wonderful world“ von Louis Armstrong. Nichts kann so einfach diese wunderbare Welt zerstören. Die Schönheit der Schöpfung erlebe ich fast täglich bei meinen Strandbesuchen auf der Sonneninsel Fehmarn.


5. Welche Person haben Sie kennengelernt, die Ihr Leben besonders bereichert (hat)?

Das ist die Autorin Barbara Messer, die irgendwann im Frühjahr gesagt hat, sie möchte ein Buch mit mir machen. Nun sind es inzwischen vier, davon ist eines schon erschienen: „Mein Weg über die Alpen. Eine Reise zu sich selbst und anderen“. Barbara Messer ist im Sommer drei Wochen lang über die Alpen gewandert und hat ihre Gedanken dazu aufgeschrieben und schöne Fotos gemacht. Alleine diese Gedanken haben mein Leben bereichert. Dieses Buch und unsere Zusammenarbeit waren Glanzlichter und Höhepunkte in diesem ansonsten recht schweren Jahr.


6. Was hätten Sie nicht geglaubt, wenn Ihnen jemand das vor einem Jahr vorausgesagt hätte?

Ich habe Dr. Yusuke Yahagi kennengelernt, einen japanischen Herzchirurgen aus Texas, dessen ersten Roman „Der Austauschsoldat“ (The Exchange Soldier) ich im Frühjahr 2017 in deutscher und englischer Sprache weltweit veröffentliche – das ist eine unglaubliche Aufgabe, die ich zunächst nicht annehmen wollte, aus Furcht vor möglicherweise politisch „schwierigen“ Inhalten – denn der Roman spielt im Hitler-Deutschland des 2. Weltkrieges und ich konnte nicht genug Englisch, um alles zu verstehen. Nachdem der Roman übersetzt worden ist, bin ich begeistert von der Humanität dieses Autors, den mit der Hauptperson des Romans das Ziel verbindet, Leben zu retten und Menschen Frieden und Glück zu bringen. Und inzwischen glaube ich auch daran, dass das Buch verfilmt werden wird, mit Dr. Yusuke Yahagi in der Hauptrolle.

  
7. Gibt es einen besonderen Geruch, ein außergewöhnliches Geräusch oder einen Geschmack, den Sie wahrgenommen haben?

Ich liebe das Geräusch der Ostseewellen – und auch den ganz speziellen Geruch – wenn ich mit Senta am Strand entlang wandere.


8. Wer oder was war für Sie die größte Überraschung?

Dass mich mehrere Leute als „schön“ bezeichneten, als ich die ersten Bilder von meinem Fotoshooting am Chiemsee im Dezember 2016 veröffentlicht hatte. Außer von meinem verstorbenen Mann und am Tag unserer Hochzeit im März 2001 bin ich nie als „schön“ bezeichnet worden, jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern. Ich glaube, dass ich so wirke, hängt damit zusammen, dass ich zum ersten Mal im Leben wirklich ICH selber bin, ohne auf die Meinung anderer Rücksicht nehmen zu müssen. Und weil ich meinen Lebenssinn gefunden habe.


9. Wer oder was hat Sie herzlich zum Lachen gebracht? Wann haben Sie das letzte Mal so richtig gelacht?

Berner Sennenhündin Senta
© www.edition-forsbach.de

Als meine „kleine“ Senta, eine riesengroße Berner Sennenhündin von 5 ½ Jahren, beim Urlaub in Armentarola plötzlich anfing, sich vor Freude um die eigene Achse zu drehen, die Hügel hinauf zu laufen, mit dem Ball zu spielen und im Bergbach zu trinken – und wie sie es nach unserer Rückkehr auf die Insel wieder machte, wo wir als Erstes am Strand anhielten. Sie hat mir gezeigt, wo sie – so wie ich – sich wohl fühlt und glücklich ist: auf der Insel und in den Bergen.


10. Was würden Sie so nicht mehr machen?

Menschen leichtfertig vertrauen und viel Geld bezahlen, obwohl mein Bauchgefühl dagegen spricht.


11. Welches Buch, welche Lektüre, welches Werk hat Sie am meisten beeindruckt?

Die Bücher „Du kannst es“ von Louise Hay, „Thinking Big“ von Brian Tracy und „Fokus“ von Hermann Scherer.


12. Was hat sich zum Positiven gewendet?

Ich bleibe (fast) immer ruhig und gelassen, auch beim „allerschlimmsten“ Ereignis – denn die schlimmsten Erlebnisse hatte ich schon: den Tod meiner geliebten Mutter und den Tod meines geliebten Ehemannes. Viel Schlimmeres kann mir nicht passieren.


13. Was haben Sie geschafft, auf welche Leistung sind Sie stolz?

Ich habe in zwei Jahren gut 20 Kilo abgenommen, bei gutem Leben, ohne auf etwas zu verzichten. Dabei habe ich aber meine Lebensweise verändert, ernähre mich gesünder, esse achtsamer, bewege mich viel und schlafe ausreichend. Außerdem habe ich meine mentale Kraft und das positive Denken eingesetzt.

Und ich bin stolz, dass ich meinen Verlag nunmehr seit fast sechs Jahren aufbaue, und viele Fehler, die ich gemacht habe, relativ „unbeschadet“ überstanden habe. Vor vier Jahren hatte mir mal der Leiter einer großen Druckerei gesagt: „So wie Sie beginnen viele Verlage, viele scheitern nach kurzer Zeit, aber die, die weitermachen, expandieren mehr, als sie sich jemals vorstellen konnten.“ Ich habe am 1. Dezember 2016 die erste Frühjahrsvorschau fertig gehabt, als Flyer gedruckt und 5000fach verteilen lassen – das hatte ich bisher noch nie geschafft.


14. Welches ungewöhnliche Kompliment haben Sie erhalten?

„Du wirst immer jünger“ – „Du wirkst wie Mitte 50“ – „Rein äußerlich hast Du Dich sehr zu Deinem Vorteil verändert“ – „Ja, Du bist verliebt: in Dich und Dein neues Leben.“ – „ Stark, klar, authentisch und herzlich bist Du!“

  
15. Wofür sind Sie  besonders dankbar? 

Darüber bin ich mir in meinem Urlaub in Armentarola Anfang Dezember klar geworden: Ich bin meinem verstorbenen Mann Hans Christian sehr dankbar, dass er mit mir vor 13 Jahren das erste Mal nach Armentarola gefahren ist, aber ganz besonders dafür, dass er – als Kriegskind – mir den Mut und den Optimismus vermittelt hat, sowie die Einstellung: „Wir kommen immer durch.“ Dankbar bin ich auch meiner Mutter, die ebenfalls immer mutig und optimistisch war und mir Liebe und Freiheit als wichtigste Werte vermittelt hat. Hätte sie nicht dafür gesorgt, dass ich Skilaufen lernte und dazu oft in Seefeld/Tirol war, wäre ich vielleicht nicht mit meinem Mann nach Armentarola gekommen. Dies ist ein magischer Ort für mich, an dem ich fortan einen Teil meines Lebens verbringen möchte.


16. Was ist mir wichtig geworden, das es vor einem Jahr noch nicht war?

Schön Klavier spielen zu können: Brahms, Chopin, Schubert und Schumann, dafür habe ich im Dezember 2015 nach 40 Jahren wieder mit dem Klavierunterricht begonnen. Eine glückliche Beziehung zu meiner Hündin Senta zu haben, dafür habe ich Geld, Zeit und Kraft investiert. Gesund und glücklich älter zu werden, 100 Jahre alt werden zu wollen – daran arbeite ich jeden Tag. Meine Freiheit und Unabhängigkeit sowie die Liebe – das sind die Werte, nach denen ich lebe und die mich leiten. Positive Gedanken für ein positives Leben weiterzugeben – durch mein Vorbild und durch die Bücher meines Verlages. Zu wissen, mit welchen Autoren ich zusammenarbeiten möchte und mit welchen nicht. Den Sinn meines Lebens gefunden zu haben.


Beate Forsbach - Präsenz Fotografie
© www.edition-forsbach.de
Beate Forsbach, Dr. phil., geb. 20.5.1952 in Weddinghusen/Norderdithmarschen, lebt mit der Berner Sennenhündin Senta auf der Ostseeinsel Fehmarn. Sie schreibt und publiziert seit über 30 Jahren.

Sie ist Autorin von bislang 17 Büchern, zahlreichen Buchbeiträgen und Fachartikeln, Newslettern sowie Rezensionen und Blogs im Internet.

Als Autorin und Pädagogin geht es ihr darum, Menschen zu begeistern und zu ermutigen, ihre persönlichen Stärken zu entwickeln und das Beste aus ihrem Leben zu machen.

Als Buch-Coach unterstützt sie Autoren dabei, ihre ganz persönliche Idee für ihr Buch zu finden, ein aussagekräftiges Exposé zu schreiben, ihr Manuskript zu erstellen und ihr Buch zu publizieren.

Im Verlags-Coaching unterstützt sie Self-Publisher und angehende Verleger beim Publizieren ihres Buches und bei der Gründung und Entwicklung ihres (Selbst-)Verlages.

Als Fotografin möchte sie den Blick auf die Schönheiten in unserem alltäglichen Leben lenken. Ihre Lieblingsmotive findet sie auf der Ostseeinsel Fehmarn.

Unter dem Motto „Leben ist Mee(h)r – Für ein glückliches und erfülltes Leben“ produziert sie in ihrem eigenen Verlag, der „Edition Forsbach“ in Neujellingsdorf auf Fehmarn, Bücher mit positiven Gedanken für ein positives, gelingendes Leben.

Ihr persönliches (Lebens)-Motto:

„Fliegen kannst Du nur gegen den Wind“

Persönliche Homepage: www.beateforsbach.de

Blog „Leben ist Mee(h)r“: blog.beateforsbach.de

Buch-Coaching: www.buch-coaching.de

Edition Forsbach: www.edition-forsbach.de
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