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Geborgenheit - ein Traum?


Was bedeutet Geborgenheit?

Was braucht es, sich geborgen zu fühlen?

Können Träume wahr werden?

Möchte sich überhaupt jede und jeder geborgen fühlen?

Fragen über Fragen.

Braucht es Antworten oder sind Fragen dazu da, aufmerksam zu machen? Zum immer wieder neu denken und in den Körper spüren?
Um auf Neues, bisher unbekannte Inhalte zu stoßen, erhöhte Achtsamkeit und Bewusstheit zu spüren und zu erfahren? Vielleicht altes, Unschönes gehen zu lassen und neu Erforschtes, Erlebtes zu integrieren?

Was bedeutet Geborgenheit für Dich?


Nimm Dir einen Moment der Ruhe, diese Frage für Dich selbst zu beantworten. Befrage nicht ausschließlich Deinen Intellekt, Deinen Kopf, sondern ebenso Deinen Körper - atme und spüre in ihn hinein.

Wie nun ist Geborgenheit definiert, was bedeutet sie genau?


Etymologisch gesehen ist geborgen eine Flexion von bergen. Inwieweit gebären und Geburt mit bergen verwandt ist, kann ich nicht sagen. Meine Intuition jedoch sieht auch hier einen etymologischen Zusammenhang - unabhängig davon, dass geborgen und geboren in lediglich einem Buchstaben differieren.

Und: Werden wir nicht durch das Gebären aus der Geborgenheit herausgerissen?

Bemerkenswert ist ebenso, dass es wenige andere Sprachen geben soll, die ein eigenes Wort für Geborgenheit, so wie wir sie im Deutschen kennen, besitzen. Was auch immer dies zu bedeuten hat.
Ist sie dort nicht notwendig oder gar unwichtig? Wird Geborgenheit komplett anders definiert, erlebt oder als so selbstverständlich vorhanden und integriert betrachtet, dass es kein Wort dafür gibt?

Ich selbst kam über das Bild unseres vorgeburtlichen Seins zu einigen Inhalten. Die Zeit im Mutterleib stellt für mich ein wunder - schönes Bild von Geborgenheit dar, so etwas wie das Ur – sich – geborgen – fühlen, ein Ur – Geborgen - Sein.
Wir befinden uns in einem warmen, weichen, uns nährenden, schützenden Umfeld ohne Kälte, Härte, Krach. Nicht einmal die Schwerkraft beeinflusst uns wesentlich, da wir ja schwimmend unterwegs sind .

Mutter TawnyNina/pixabay 39
© TawnyNina/pixabay


Das Bedürfnis vieler Menschen, sich gerne am Meer, an, in und auf Wasserflächen aufzuhalten liegt wahrscheinlich hierin begründet.

Darüber hinaus sind in unseren Genen vermutlich weitere unserer menschlichen, uns nährenden Ur – Erfahrungen verankert wie das Zusammen - Sein in der Gruppe, Sippe, Stamm oder Dorfgemeinschaft.

Meine These lautet wie folgt: Wir sehnen uns nach der Wiedererlangung unserer menschlichen Ur – Geborgenheitserfahrungen, wie der im Mutterleib und der Sippe.

Wenngleich wir exakt die selben Zustände - an die Embryozeit denkend - nicht herstellen können, geht doch unser Bestreben dorthin, einen ähnlichen Zustand, ähnliches Erleben und Empfinden herzustellen - unser ganzes Leben lang?
Ist vielleicht das Bedürfnis nach Geborgenheit die Haupttriebfeder vieler unserer Handlungen?

Und: Nicht nur, dass die Befriedigung des Grundbedürfnisses Geborgenheit für sich selbst schon wesen - tlich und wichtig ist, ist sie eine gute Basis für das Erfahren und Lernen von Neuem. Darüber hinaus eröffnet sie die Möglichkeit zu vielerlei Veränderung und Heilung weit über das Maß der eigentlichen Grundbedürfnisbefriedigung hinaus. Dies ist ein anderes, eigenes Thema . . .

Welche Möglichkeiten nun gibt es konkret, direkt und unmittelbar in die Geborgenheit, in das Geborgenheitsgefühl zu gelangen?

Selbstverständlich ist dies sehr individuell – hier einige meiner Gedanken.

Die Natur hat uns mit dem taktilen Sinn versehen. Wir sind berührbar, können Berührungen spüren und erfahren. Berührungen haben unmittelbar Einfluss auf unsere Befindlichkeit, den Fluss unserer Säfte und Hormone.
Dank der großen Oberfläche unserer Haut bestehen hier viele Möglichkeiten.
Falls die Sensitivität wegen mangelnder Berührungen sich im Laufe der Zeit vermindert hat, hier eine gute Nachricht: Durch (neues) Erleben kann sie wieder hergestellt und sogar verfeinert werden.

Mit dem Handtuch abreiben und Kleidung tragen ist eine Möglichkeit taktilen Kontakt herzustellen, allerdings in aller Regel nicht ausreichend. Wir benötigen zusätzlich Körperkontakt, Streicheleinheiten, Massagen etc. - für mich die vielleicht wichtigste Zutat und Voraussetzung für Geborgenheit.

Selbstverständlich beinhaltet dies Deine Zustimmung, d.h. alles was geschieht, passiert in einem Kontext und Umfeld, in dem Du Dich wohl und sicher fühlst und Dir das und wie es geschieht genauso wünschst, es gut für Dich ist. An einem geschützten, sicheren Ort mit Dir wohlgesonnenen Menschen.

Kerzenschein, eine warme, kuschelige Decke, ein schönes Bett, ein Zelt oder gar eine Höhle können genauso wesentlich zur Geborgenheit beitragen, wie die vielleicht grundlegende Selbstliebe.

Bett Unsplash/pixabay 199
© Unsplash/pixabay


Ob es tagelanges in - einer - warmen - Badewanne - Liegen ist, Musik lauschend, tanzend oder in der Natur, mit Tieren seiend, tue es, nimm es Dir.

Was auch immer Du für DEINE Geborgenheit, DEIN Geborgenheitsfühlen benötigst: Traue Dich, probiere es aus. Uns glücklich und geborgen zu fühlen ist unser Geburtsrecht!
Unabhängig davon, was uns vermittelt wurde und wird, wer Dir wann was gesagt oder zu spüren gegeben hat: Es ist unwahr und darf vorbei sein. Stehe für Dich ein! Du all-ein bist in letzter Konsequenz dafür verantwortlich, wie es Dir geht, was Du tust oder unterlässt, welche Schritte heraus aus Deiner Komfortzone Du Dich traust. Es obliegt Dir uns sonst niemandem, mit welchen Menschen Du Dich umgibst und welche Du gehen lässt, wenn sie Dir nicht wohlgesonnen sind, Dich nicht so nehmen können, wie Du bist. Es ist Dein Recht dorthin zu gehen, wo Du Dich fallen lassen kannst, so sein darfst und so genommen wirst, wie Du bist. Dorthin, wo Deine Wünsche gehört und beachtet werden, wo die Liebe fließt und fließen darf.

Niemand hat das Recht, Dir Deine Entscheidungen, Dein Engagement, Dein Gehen für Dich zu untersagen - niemand!
Fühle in Dich hinein, und wenn da auch nur ein Funken für Veränderung, für bestimmte Wünsche brennt, lass das Feuer in Dir entfachen – lass es zu. Sei mutig und engagiere Dich für Dich, nicht immer nur für andere!

Je heiler, geborgener und glücklicher Du bist, desto heiler, geborgener und glücklicher ist auch die Welt! Wenn Du Gutes für Dich tust, tust Du gleichzeitig Gutes für uns alle!

Ich wünsche Dir und uns allen viele Geborgenheits – Erfahrungen und Geborgenheits – Zeiten,

in Liebe und Dankbarkeit,
herzliche Grüße,
Volkmar Münz



Volkmar Münz
© Volkmar Münz
Volkmar Münz ist diplomierter Shiatsu Behandler und certified Sexological Bodyworker.

Er gibt in diesem Bereich Sessions, Einzel –, Paar – und Gruppencoachings. Er veranstaltet Kuschelevents und gibt Workshops rund um das Thema Liebe, Liebhaberin, Liebhaber, Sexualität und Genitalmeditation.

Weitere Hinweise zu Veranstaltungen und konkrete Tipps für ein erfülltes Sexualleben findest Du hier: www.sonnenkunst.info

Kontakt und Fragen auch per Email: info@sonnenkunst.info

oder facebook: Volkmar Münz



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