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Zustimmung - was sonst ?



Hast Du Dir schon einmal Gedanken über die Bedeutung und den Sinn des Wortes „Zustimmung“ gemacht? Nimm Dir gerne jetzt einen Moment Zeit dafür. Lasse Deinen Atem frei und tief fließen und befrage Deinen Körper. Spüre in ihn hinein und lausche auf Anworten die da kommen wollen.


Die Silbe „zu“ steht wahrscheinlich für ein „hin zu“, ein „Ja“ für etwas. Ein hin zur eigenen Stimme, zur eigenen Stimmung – zu dem, was Du möchtest, oder eben auch nicht.
Oder steht das „zu“ doch eher für „geschlossen“, so und nicht anders? Die momentan vorhandene Stimmung zählt, entscheidet und fertig - fest, verschlossen, geschlossen, abgeschlossen und verriegelt?

Wer weiß das schon so genau?


In jedem Falle geht es darum, auf die eigene Stimme, die eigene Stimmung zu hören. Sie zu beachten, zu achten, sprechen zu lassen und dafür einzustehen. Ja, wem, wenn nicht der eigenen Stimme folgen? Etwa der eines anderen Menschen?

Dem, was Du aktiv, aus Dir heraus, tust, stimmst Du zu - möchtest Du auch wirklich und zwar genau so, wie Du es tust. Ferner heißt Zustimmung, dass nichts mit Dir passieren darf, dem Du nicht zustimmst. Nichts zu dem Du nicht „Ja“ sagen kannst. Niemand hat das Recht, etwas mit Dir ohne Dein Einverständnis zu tun!

Selbstverständlich kannst Du etwas ausprobieren, einen Schritt heraus aus Deiner Komfortzone wagen und testen, probieren, an etwas schmecken, neugierig sein, beobachten und fühlen was es mit Dir macht. Vielleicht ist dieses sich-auch-mal-herauswagen sogar die einzige Möglichkeit Neues zu erfahren, zu erleben, zu lernen?

Frau ruben_gal0/pixabay 95
© ruben_gal0/pixabay

Das heißt jedoch nicht, dass Du hierbei bleiben musst. Im Gegenteil: Du kannst in jedem Moment „Stopp“ sagen, Dein Veto einlegen, Nuancen oder auch die Richtung komplett ändern.Wichtig ist, dies klar zu kommunizieren! Für Dich selbst genauso wie anderen Menschen gegenüber.

So wünschenswert ein sich-ohne-Worte-verstehen auch ist, ist dies leider (noch) nicht in jeder Situation zu 100% gewährleistet. Lass uns unsere Stimme, unsere Sprache nutzen und gebrauchen, so wie es gedacht ist – dafür haben wir sie ja.

Grundlegend ist durchaus die Zustimmung zu sich selbst - die Selbstliebe, was allerdings ein eigenes Thema darstellt und hier nicht behandelt wird.

In der verbalen Kommunikation ist der erste Schritt zu spüren, was genau Du überhaupt in der jeweiligen Situation möchtest und Dir wünschst. Befrage Deinen Körper und lasse ihn antworten, sprechen!
Der zweite Schritt ist, die passenden Worte zu finden.
Und der dritte: Traue Dich, diese auch auszusprechen.


Ja, sei mutig und mute Dich dem/der anderen zu!


Sei dankbar, wenn Du ehrliche Ansagen und Aussagen anderer Menschen erhältst. Klare, direkte, ehrliche Worte ermöglichen uns einen ehrlichen, authentischen Umgang miteinander.
Wenn jede und jeder mitteilt, was ersie wirklich möchte, ist ein konstruktives, glückliches und erfülltes Miteinander möglich.
Oder möchtest Du mit jemandem etwas tun, was ersie gar nicht von Herzen möchte?
Möchtest Du jemanden in dem Glauben belassen, ersie tut Dir gerade etwas Gutes, wenn dies gar nicht zutrifft?

Ja, es hat auch etwas mit Verantwortung zu tun. Du übernimmst Verantwortung für Dein Sein, Dein Handeln, Deine Wünsche und Deine Bedürfnisse!

Das oben beschriebene gilt für sämtliche Bereiche des Lebens. Egal ob am Arbeitsplatz, in der Freizeit oder im Bett - wobei das Sexualleben vielleicht eines der heißesten Eisen ist – im wahren Wortsinne. Hier läuft es oftmals nicht rund. Und warum?
Weil wir schweigen. Oder und, weil wir manchmal gar nicht spüren, was wir wollen. Etwaige Erstarrungen und damit verbundene Traumatisierungen sollen jetzt hier nicht Thema sein. Verbale ehrliche Kommunikation und eine damit einhergehende Bewusstwerdung ist in jedem Fall eine hilfreiche Unterstützung!

Also: Beiderseitige Zustimmung, zu dem was passiert sollte in jedem Moment vorliegen – auch und besonders im Bett! Es liegt wirklich in Deiner Hand, in Deinem Mund, in Deiner Verantwortung klar zu kommunizieren. Wenn sich für Dich etwas geändert hat, wenn Du etwas nicht mehr möchtest, was Du vielleicht gerade eben noch (ausprobieren) wolltest teile dies mit. Es kann sein, dass Dir eben noch nach kräftiger Berührung war, jetzt jedoch nach ganz zarter. Sprich es aus! DeinE PartnerIN ist sehr wahrscheinlich froh und dankbar dafür, dankbar für klare Kommunikation und klare Ansagen. Dankbar, zu erfahren, was Du wirklich möchtest, welches Deine wahren inneren Bedürfnisse sind.


Schaut zusammen, was stimmig für Euch beide ist.


Was möchte ausprobiert werden? Was und wie möchtet Ihr Euch Gutes tun? Wie möchtet Ihr Vertrauen schaffen, damit ein vollkommen erfüllendes sich-Einlassen und Ausprobieren möglich ist?

Ein sicherer Raum, ein sich sicher-und-geschützt-fühlen erleichtert das Experimentieren und Ausloten dessen, was Du wirklich möchtest. Eventuelle Ängste können sich verändern und auflösen.

Ein Experimentieren und Schritte heraus aus der Komfortzone wagen, können zu Wohltaten werden. Seid ehrlich, steht zu Euren Bedürfnissen, Wünschen und Hoffnungen - traut Euch und mutet Euch zu!

Viel Freude beim Ausprobieren Eurer Zu- und Erforschungs-stimmungen wünscht

Volkmar Münz


Volkmar Münz
© Volkmar Münz
Volkmar Münz ist diplomierter Shiatsu Behandler und certified Sexological Bodyworker.

Er gibt in diesem Bereich Sessions, Einzel –, Paar – und Gruppencoachings. Er veranstaltet Kuschelevents und gibt Workshops rund um das Thema Liebe, Liebhaberin, Liebhaber, Sexualität und Genitalmeditation.

Weitere Hinweise zu Veranstaltungen und konkrete Tipps für ein erfülltes Sexualleben findest Du hier: www.sonnenkunst.info

Kontakt und Fragen auch per Email: info@sonnenkunst.info

oder facebook: Volkmar Munz

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