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Bist du „raw” oder isst du noch? Neuer Trend: Raw-Diät



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Zum Frühstück Vollkornbrot mit Quark, zu Mittag Nudeln mit Brokkoli, am Abend Linsensuppe, zwischendurch ein Joghurt und ein Müsliriegel: Sie essen kaum Fleisch, experimentieren mit veganen Rezepten, meiden Fertigprodukte und passen einigermaßen auf Kohlenhydrate auf. Klingt nach einer ausgewogenen Diät, der man nichts vorwerfen kann.

Es gibt aber immer mehr Leute, die nichts davon anfassen und ausschließlich Rohkost konsumieren – und zwar ganz oft aus Überzeugung. Es handelt sich dabei nicht mehr um Hippies oder ein paar verrückte Einsiedler, sondern um Anhänger der Raw-Diät, die immer zahlreicher werden. Woody Harrelson, Demi Moore und Natalie Portman sind nur ein paar bekannte Beispiele von Leuten, die bereits umgestiegen sind. In New York schießen Raw-Bars und Cafés wie Pilze aus dem Boden. Auch in Deutschland wird die Raw-Bewegung immer bekannter, die Rohkost-Diät wird von überzeugten Gourmet-Köchen schmackhaft gemacht. Worum geht’s aber genau?


Adieu, Pfannkuchen, hallo, Sprossen!



Der Begriff „Raw" steht, wie der Name bereits andeutet, für eine Diät, die ausschließlich aus Rohkost besteht. Es heißt, dass Produkte nicht über 40-45 Grad erhitzt werden dürfen, damit Enzyme, Vitamine und wichtige Nährstoffe nicht verloren gehen. Kochen ist also nicht erlaubt, dafür aber Marinieren, Trocknen und Einweichen. Raw-Food-Anhänger argumentieren, dass gekochtes Essen für unseren Körper eine Herausforderung darstellt, indem er Enzyme produzieren muss, die zur Verdauung nötig sind. Durch den Verzehr von Rohkost wird es vermieden, was unter Anderem Alterungsprozesse verzögert. Ergebnisse sollen aber bereits viel eher spürbar sein: glatte und straffe Haupt, mehr Lebensenergie und besseres Körpergefühl.

Als Grundnahrungsmittel gelten in der Raw-Diät Obst, Gemüse, Kräuter, Salate, Kerne, Samen, Sprossen und Algen. In meisten Fällen wird auf Produkte tierischer Herkunft verzichtet, wodurch man sich nicht nur besseres Gefühl, sondern sogar Bekämpfung oder Eindämmung von Krankheiten erhofft.


Lust auf „raw"? Was man beachten soll


Schränkt man sich ausschließlich auf Verzehr von Rohkost ein, soll man das Thema vernünftig angehen und gewisse Regeln beachten. Schwangere Frauen sowie Personen mit chronischer Erkrankung  sollen sich vom Arzt beraten lassen, damit es zu einem Vitaminmangel nicht kommt. Man darf auch nicht vergessen, dass eine bilanzierte Raw-Diät viel Selbstdisziplin, Kreativität und Planung verlangt. Obst und Gemüse sollen auch möglichst aus ökologischem Anbau stammen. Da man durch Rohkost deutlich weniger Zucker und Fett zuführt, soll man auch regelmäßig sein Gewicht kontrollieren, um das Risiko von Untergewicht auszuschließen.
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